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München 2016–2026 · redaktionelle Marktanalyse

Syncfabric Immobilienmarkt München

Zehn Jahre Münchner Immobilienmarkt, gelesen als Datenreihe und nicht als Werbeversprechen: Bauzinsen, Baukosten und Quartalspreise in Schwabing, Sendling und Trudering-Riem, getrennt nach Kaufpreisen, Angebotspreisen und Prognosen.

Beobachtungszeitraum 2016–2026 Quellen: Destatis, Europace, Gutachterausschuss München Letzter Datenstand: Q3 2026 (Teiljahr)

Zur Marktanalyse

Siegestor in München in der Dämmerung mit Blick auf die Ludwigstraße
München, Siegestor in der Dämmerung. Foto: Martin Falbisoner, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.

Mythos 1

„In München steigt der Preis immer“ ist keine Datenaussage, sondern ein Werbsatz. Zwischen 2016 und 2022 stiegen die Preise; ab 2023 fielen sie. Eine ehrliche Analyse nennt beide Richtungen beim Namen.

— Befund aus Destatis-Baupreisindex und Quartalsdaten des Gutachterausschusses München

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Quartalsvergleich · Stadtteilebene

Drei Stadtteile, drei Preisverläufe

Kaufpreise (transaktionsbasiert, Gutachterausschuss München) und Angebotspreise (Immobilienportale) verlaufen nicht gleich. Wir trennen beide und vergleichen Schwabing, Sendling und Trudering-Riem über zehn Jahre.

01Schwabing

Wilhelminische Altbauviertel mit knapper Wohnungsneubau. Die Angebotspreise für Wohnungen erreichten 2022 Höchststände im oberen Segment, gingen 2023–2024 spürbar zurück und stabilisierten sich 2025 auf einem niedrigeren Niveau als dem Peak.

Quartalspreise: transaktionsbasiert (Gutachterausschuss München) vs. Angebotspreise (Portale). Höchststand um 2022, Rückgang 2023–2024, Stabilisierung 2025.

02Sendling

Mischgebiet mit Nachverdichtung entlang der U-Bahn-Achse. Hier fielen die Preiszuwächse seit 2016 insgesamt moderater aus als in Schwabing, und der Rückgang 2023–2024 war ausgeprägter an den Rändern als an der Sendlinger Straße selbst.

Stadtteilebene, nicht nationaler Benchmark. Quelle für Transaktionen: Gutachterausschuss München; für Angebotspreise: aggregierte Portal-Auswertungen.

03Trudering-Riem

Messestadt Riem als großes Neubaugebiet seit 2005. Hier ist der Anteil energieeffizienter Neubauten hoch; die Preise für Neubauten hängen stärker an Baukosten und Bauzins als an Altbau-Lageprämien. 2026 liegen nur Teiljahresdaten vor.

Neubau-Segment: Baukostenindex Destatis + Bauzins Europace. 2026 = Teiljahr, Prognosen separat gekennzeichnet.

Florianskirche Riem mit Maibaum im Stadtteil Trudering-Riem
Trudering-Riem, Florianskirche am Maibaum. Foto: unbekannt, CC0, via Wikimedia Commons.

Mythos 2

Energieeffizienz treibt den Preis — aber nicht überall gleich

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024) und die EU-Gebäuderichtlinie wirken sich ungleich aus. In Trudering-Riem mit hohem Neubau-Anteil ist die Energieklasse ein sichtbarer Preisfaktor; in Schwabings Altbaubestand ist die Lageprämie stärker als das Energielabel.

Der Bauzins für zehnjährige Darlehen lag nach Europace-Daten im Oktober 2021 nahe 0,8 %, stieg bis Oktober 2023 auf rund 3,9 % und bewegte sich 2025 wieder bei etwa 2,9–3,3 %. Diese Bewegung erklärt einen Großteil des Preisrückgangs 2023–2024 besser als ein „Stimmungswandel“.

Methodik der Analyse

Für wen diese Analyse ist

Wer in München kauft, verkauft oder nur versteht, was um ihn geschieht, braucht Daten ohne Verkaufsdruck. Wir liefern die Reihen, Sie ziehen die Schlüsse. Keine Provision, keine Vermittlung, keine bezahlten Empfehlungen.

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Mythen-Kontrolle

Häufige Fragen, ehrlich beantwortet

Steuern die Preise 2026 wieder nach oben?

Für 2026 liegen nur Teiljahresdaten vor. Eine Aussage für das Gesamtjahr wäre eine Prognose und wird hier als solche gekennzeichnet, nicht als Fakt.

Sind Angebotspreise dasselbe wie Kaufpreise?

Nein. Angebotspreise aus Portalen liegen erfahrungsgemäß über den tatsächlich gezahlten Kaufpreisen. Der Gutachterausschuss München erfasst Transaktionen; wir trennen beide Reihen.

Gilt der nationale Trend auch für München?

Nur eingeschränkt. Der nationale Baupreisindex (Destatis) beschreibt Deutschland; Münchner Quartalspreise können stärker oder schwächer ausschlagen. Wir vergleichen Stadtteilebene mit nationalen Benchmarks, ohne sie gleichzusetzen.

Verkauft diese Seite Immobilien oder Beratung?

Nein. Es gibt keine Maklertätigkeit, keine bezahlten Produkte, keine Provision. Die Marktanalyse ist redaktionell und kostenlos; es entstehen ausschließlich Anfragen per Kontaktformular.